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Evangelische Kirche aus Bazna (Baaßen)


Die Kirche stammt vom 15. Jahrhundert, enthält romanische Teile vom 13. Jahrhundert, eine Wehrmauer vom 15. und 16. Jahrhundert. Sie befindet sich im Nordosten des Dorfes. Der Chor ist wie ein Turm gebaut. Einige romanische Details (Westportal, Chornische) zeigen die Anwesenheit einer Vorgängerbaut des 13. Jahrhunderts. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Turm des Chors und jener des Tors einen aufgedeckten Wächterweg. An der Nordwand des Chores ist eine sakramentale Nische aus Stein aus dem Jahr 1504. Es sind noch zu erwähnen: die Barockorgel und ein Chor vom 16. Jahrhundert. Im Kirchturm und Torturm sind drei Glocken, die aus der Zeitspanne vor der Reformation stammen.

Wehrkirche aus Boian


Während im Westen die Gefangenschaft der Päpste in Avignon begann und im Osten die Kopten vom Mamlukensultan verfolgt wurden, erwähnte man 1309 in der Urkunde Teoderich de villa Boneti den Namen Boian als Sitz des Erzbischofs der Kleinen Kokel zum ersten Mal. Die Ortschaft wird wichtig für die Fürsten, die östlich der Karpaten herrschen, als 1488 König Matthias Corvinus mehrere Dörfer als Lehen gibt, die bis zur Zeit Alexandru Lapusneanus beherrscht werden. Die Mitgliedschaft zum Stadtteil der Kokelburg und ihre Beherrschung hat Spuren in der Wehrkirche auf der Nordseite des Schiffes in der Nähe des Dachgesims, vor allem auf dem Glockenturm, gelassen, auf dem auf einer kreisförmigen Platte angeordnet der Stierkopf mit Sternen zwischen den Hörnern dargestellt ist. Diese erwiesen sich als die einzigen unbestreitbaren Beispiele der moldauischen heraldischen Zeichen in Siebenbürgen. Die Kirche aus Stein besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff und rechteckigem Altar. Das erste befestigte Element der evangelischen Kirche war am Anfang des sechzehnten Jahrhunderts, der Chor mit Sterngewölbe, erhöht mit einer Verteidigung auf Konsolen, unterstützt durch erhöhte Bögen. Unter jedem Bogen versteckten sich die Flussmündungen von Pech, wobei die Wände mit Zinnen versehen waren. Es ist nun möglich, die polygonalen Wände der Apsis mit einer geraden von einer Achse unterstützten zu ersetzen, auf der Außenseite von einem Stützpfeiler. Das am Triumphbogen angegebene Datum, 1506, deutet eher auf die Beendung der Chorfestigung als auf den Beginn des Baus hin. Aus dem gleichen Jahr stammt auch die Tabernakel. Hier gab es einen wichtigen polyptischen Altar, der aus der Zeitspanne 1430-1440 stammt, dessen Reliefs in Verbindung mit den Werkstätten aus der Slowakei verbunden werden. Der aktuelle Barockaltar stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert, Zeitspanne in die auch die Kanzel, die von Stephen Valepagi aus Medias bemalt wurde, zurückgeführt werden kann. Die Fragmente der Malerei, die auf der Nordseite zu sehen sind, gehören wahrscheinlich zu dem vorigen Jahrhundert, dank der stilistischen Verbindungen zur Ausmalung der Kirche in Medias, die aus der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts stammt. Das Sternengewölbe des Schiffs blieb bis 1900 erhalten, als es mit einer Stuckdecke ersetzt wurde.
Mit der Stärkung des Chors in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts wurde auch die Ringmauer mit achteckigem Gelände und drei Wehrtürmen gebaut. Die Wände, die sechs Meter hoch sind, sind mit Zinnen vorgesehen und werden von Strebepfeilern unterstützt. Unter dem massiven Turm mit rechteckigem Querschnitt, der als Glockenturm dient war auch der Eingang mit einem Gittertor vorgesehen. (Quelle: www.biserici-fortificate.com)

Wehrkirche Velt


Die Hallenkirche aus dieser Ortschaft wurde an der Schwelle des XV.Jahrhunderts gebaut und liegt in der Mitte des Dorfes. Aus stilistischer Sicht gehört sie zur Spätgotik. Ihr riesiger Chor, der im Osten dreiseitig geschlossen ist, wird von der Halle durch einen ungewöhnlich hohen Triumphbogen getrennt und wird durch drei Fenster beleuchtet, die in einem gebrochenen Bogen geschlossen sind.
Die Südwand der Halle bewahrt noch drei schmale Fenster mit gebrochenem Bogen, wobei es keine Fenster an der Nordwand gibt. An der Westfassade öffnete sich ein 2 Meter hohes und 1,5 m breites Portal, das später vermauert wurde. Der einzige Eingang in die Kirche, auf der südlichen Seite, bildet einen weiteren gebrochenen Bogen, klar hervorgehoben mit Putzmörtel.
Befestigung
Ursprünglich waren die Mauern höher als das was heute existiert und umgaben den ovalen Innenhof. Die Festung ist im Osten vom steilen Ufer eines Baches, der einen natürlichen Abwehrteil schafft, begrenzt. Für einen lang anhaltenden Widerstand, sollte die Mauer eine Mindesthöhe von 5 Metern haben, und es wird angenommen, dass der obere Teil mit einer Stadtmauer vorgesehen war, zu der man von einem Wächterweg kam. In der Mitte der Burg, über einem gewölbten Eingang befindet sich der Glockenturm. (Quelle: www.biserici-fortificate.com)

Wehrkirche aus Biertan (Birthälm)


Der kirchliche und Verteidigungskomplex wurde im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert im spätgotischen Stil mit spezifischen Renaissance-Elementen gebaut. Fast 300 Jahre war Biertan der Sitz der evangelischen Diözese (1572-1867). Das Zentralgebäude des Ensembles ist eine Hallenkirche mit drei Schiffen, gewölbter Vernetzung, die zwischen 1492 und 1516 an der Stelle der alten, im spätgotischen Stil mit architektonischen Elementen aus der Renaissance auf einigen Portalen, gebaut wurde. Im Inneren der Kirche  wurde der spätgotische Altar in Form eines Triptychons in mehreren Phasen zwischen 1515-1524 errichtet. Die Bänke sind zwischen 1514-1523 von Reychmut aus Sighisoara gemacht worden und gehören zu den wertvollsten ihrer Art in Siebenbürgen. Einzigartig ist die Tür der Sakristei, die im Jahre 1515 gebaut wurde; sie ist bemerkenswert für ihr Blockiersystem. Nach dem Erdbeben von 1977 wurde die Wiederherstellung und Konsolidierung der Gewölbe durchgeführt.

Wehrkirche aus Mosna (Meschen)


Von den Händen der geschickten sächsischen Handwerkern (nach Siebenbürgen gebracht, die Grenzen des ungarischen Reiches zu verteidigen, irgendwann während des XII Jahrhunderts) errichtet, bezeugt die Wehrkirche aus Meschen die Geschichte der Orte und Menschen, ist ein würdiger Begleiter der sächsischen Siedlungen im Laufe der Geschichte , und erzählt uns, die wir danach gekommen sind, über die schwierigen Zeiten und sächsische Zivilisation, die bei der Entwicklung der Geschichte Siebenbürgens beigetragen hat. Für diejenigen, die in den Ferien oder im  Urlaub einige Stunden in diese Gegend kommen möchten, befindet sich die Gemeinde Mosna im Meschner Tal, einem Nebenfluss der Großen Kokel, auf der Kreisstraße 141 bei 10 km südlich der Stadt Medias.

Wehrkirche Valea Viilor (Wurmloch)

In Valea Viilor ist eine der eindrucksvollsten Kirchenburgen in Siebenbürgen. Die Kirche St. Peter wurde im 13. Jahrhundert gebaut und im 15-16. Jh ergänzt und befestigt, etwa 1520 waren die großen Arbeiten an ihr beendet. Von einer breiten und starken Ringmauer und Türmen umgeben, hat die Kirche selbst das Aussehen eines riesigen Reduits mit einem Turm über dem Chor und einem Turm im Westen. Das Schiff verfügt über eine gewölbte Decke mit einem komplexen Netzwerk von Formteilen, die sich auf sieben Säulenpaaren, von denen die Hälfte in der Wand versteckt liegen, lehnen. Eine solche Decke hat auch der Chor. Am Anfang des XVI. Jahrhunderts hat die Kirche einige Veränderungen erfahren. Um 1520 wurde der Haupteingang im Westen, unter dem Glockenturm, aufgebaut. Vor dem Eingang wurde ein Stützpfeiler errichtet, der in einer Höhe von 10 Metern, mit zwei Stützpfeilern verbunden, einen Wächterweg bildet. Es wurden zwei Eingänge in die Kirche geöffnet, einer im Süden, der andere im Norden. Jedes Tor wurde mit einem Wehrgitter und einem Kreiselskalenturm ausgestattet. Große Veränderungen unterzogen sich am Turm, der mit der massiven Mauer des Turms, die sich über vier Etagen steigerete, verkleidet wurde. Über dem ersten Dach des Turms ist ein Wächterweg und darüber ein zweites Dach. Im Jahre 1738 erleidet die Kirche einige Schäden wegen eines Erdbebens, die Reparaturen sind 1742 beendet worden. 1781 und 1826 werden Renovierungsarbeiten unternommen. Die Kirche ist von einer einzigen Mauer, von der vier Türme erhalten wurden, umgeben . Der Ostturm stammt von 1501, Datum, zu dem auch die Mauer, bei der ein gewölbter Wächterweg erhalten geblieben ist, vor allem im Süden, zurückgeführt werden kann. Im Inneren sind das alte Taufbecken, der Rednerpult des Priesters aus dem Jahr 1526, der Altar von 1779  mit Schnitzereien von Johann Folbarth aus Sighisoara (Schässburg), die Krone über der Kanzel aus dem Jahr 1746, die Tabernakel an der Nordseite des Chores aus dem Jahr 1504 erhalten geblieben. Die Kirche – eigentliche Burg- besteht aus einem ovalen Gelände mit Arcaden und Verteidigungskorridor, verdoppelt im Norden und Süden. Sie gehört zur UNESCO-Liste mit historischen Denkmälern.

Bethlen Schloss

Das Bethlen-Haller-Schloss, im Stil der Französischen Renaissance des siebzehnten Jahrhunderts (1615-1624) gebaut; Viereckiger Plan mit runden Ecktürmen, ohne defensive Rolle. Die allgemeine Lage wiedergibt den mittleren Teil vom Schloss Chambord aus Frankreich. Im XVIII Jahrhundert (1769-1773) wurde es mit einem barocken Tor umgestaltet.

Margarethenkirche Medias (Mediasch)


Im Herzen der mittelalterlichen Stadt Medias liegt eine evangelische Kirche, der Heiligen Margaretha gewidmet. Am 13. Juli, dem Tag der Heiligen Margaretha, wurde eine große Messe organisiert, wo sich Handwerker aus ganz Siebenbürgen trafen und wo die verschiedenen Zünfte der Handwerker Maßnahmen für die Verteidigung der beruflichen und geschäftlichen Interessen trafen. Nach der großen türkischen Invasion von 1438, die auch die Stadt Medias zutiefst betroffen hat, wurde die Verteidigungsanlage, die wahrscheinlich bestand, mit einer Doppelwand und mit mehreren Türmen verstärkt. Dieser Komplex von Befestigungen ist bis heute erhalten geblieben. 1550 wurde Medias zur Stadt ernannt und der Kirchturm wurde mit drei Etagen erhöht. 1551 wurden in jeder Ecke des Hauptturms je ein Turm gebaut, ein Zeichen, dass Medias das Recht hatte, ein Todesurteil zu fällen und auszuführen.

Sighisoara (Schässburg), die einzige bewohnte Burg in Siebenbürgen

Sighisoara wird zuerst im Jahre 1280 unter dem Namen CASTRUM SEX erwähnt. Die Lage dieser Stadt ist auf dem aktuellen Hügel der Burg, der zwei Hochebenen hat: die obere Hochebene im Westen, höher und schmaler und im Osten die untere Hochebene, etwa 40 Meter unter der oberen Hochebene, aber viel breiter. Diese Konfiguration des Geländes führte sowohl zur Entwicklung der Stadt-Festung, als auch zur Verteidigungsfunktion. Die erste Burg- 1280 erwähnt- wurde auf der oberen Hochebene erhoben und diente als Zufluchtsort für die Bewohner einer Siedlung am Fuße des Hügels. Im XIV Jahrhundert siedelten auf der unteren Hochebene eine große Zahl von Handwerkern, die 1376 in Zünften organisiert waren. Der wirtschaftliche Wohlstand der Schässburger Handwerker offenbart sich auch in den großen finanziellen Mitteln, die voraussichtlich benötigt wurden, um ein starkes Verteidigungssystem in der zweiten Hälfte des XIV. und XV. Jahrhunderts aufzubauen, so dass Schässburg eine der am schwersten zu erobernden Festung in Siebenbürgen wurde. Der Festungsgürtel besteht aus einer 930 m langen und 4 Meter hohen Mauer, die ursprünglich aus Stein gebaut wurde und sich auf beiden Hochebenen ausdehnte. Ungefähr in der Mitte der Höhe war ein Wächterweg für Bogenschützen. (Quelle: www.bazna.eu)

Sibiu (Hermannstadt), eine alte und malerische mittelalterliche Stadt

Sibiu schon 1321 als Hermannsdorf erwähnt, wird in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zur civitas, in einer Urkunde von 1366 wird zum ersten Mal der Name Hermannstadt erwähnt. Gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts bildete sich das Institut mit dem Namen Sächsische Universität, das an der Spitze der Verwaltungshierarchie aller Sachsen war und von einem königlichen Richter und später von einem sächsischen Ausschuss geführt wurde. Später wurden dem Gerichtsstand der  Sächsischen Hochschule auch andere rumänische Dörfer, die sogenannten Tochtergesellschaften untergeordnet, wo keine Sachsen wohnten (T. Nigler). Das Mittelalter kennzeichnet sich in Sibiu (Hermannstadt) durch eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung, die von der Aktivität der Zünfte markiert ist. Das erste dieser Gesetze (1376) zählt 19 Zünfte mit 25 Handwerken auf; im sechzehnten Jahrhundert gab es Zünfte (wie jene der Schuhmacher), zu der auch Handwerker, die in der Walachei oder Moldau arbeiteten, gehörten. Allmächlich stieg die Zahl der Zünfte, so dass es in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts 29 Zünfte gab und 1780, in einer Zeitspanne in der die Rolle der Manufakturen stieg, 40 zertifiziert waren. Die Katastrophe für das Königreich Ungarn, die sich bei Mohacs im Jahr 1526 ereignete, die Besetzung der Hauptstadt Buda (1541) und die Gründung des Fürstentums Siebenbürgen, stellte die sächsische Gemeinde, also auch Hermannstadt, vor eine neue Situation, in der sie eine doppelzügige Politik, manchmal eine natürliche habsburgische angesichts der ethnischen und kulturellen Affinitäten, manchmal eine türkenfreundliche, ausüben musste. Aus diesen Gründen wird die Stadt mehrmals von beiden Seiten belagert; allerdings behält die Stadt Sibiu ihre Privilegien. Ab 1543 nehmen die Sachsen die religiöse Reform an und treten "in corpore" zum lutherischen Bekenntnis über, zu dem sich die Mehrheit auch heute bekennent. Im Jahr 1550 installiert sich am Großen Ring der "Pranger", ein gotisches Denkmal, das an der Spitze die Statue von Roland, vom Bildhauer Onoforius geschnitzt, hatte.